Der richtige Umgang mit modernen Medien

Der richtige Umgang mit modernen Medien

Der richtige Umgang mit modernen Medien

Es ist kein Geheimnis, dass wir uns in einem Zeitalter befinden, in welchem der Umgang mit modernen Medien gerade für Kinder immer wichtiger wird. Während in den öffentlichen Medien oft die negativen Aspekte und mögliche Bedrohungen des Internets und technischer Geräte wie Smartphone und Co. hervorgehoben werden, sind die Möglichkeiten für heutige Generationen doch endlos, auch endlos positiv. Natürlich muss man sich als Elternteil auch Gedanken über die Schattenseiten der Technologie und Online-Angeboten auseinandersetzen, dennoch ist es wichtig, den eigenen Kindern nicht die Möglichkeiten auf Grund von Angst und Sorge einzuschränken. Die Generation Y und Z. Damit sind all die gemeint, die in Zeiten moderner technologischer Medien aufgewachsen sind und sich schon fast intuitiv mit diesen befassen. Internet, Smartphone und Laptop gehören nicht nur zur Freizeitgestaltung dazu, sondern sind auch ein wesentlicher Bestandteil ihres Arbeitsalltags. Wie also schafft man es als Elternteil, trotz der großen Chancen der neuen Medien die Kinder auch oder besonders im bewussten Umgang mit diesen zu schulen?

Ein großes Thema im Umgang mit modernen Medien ist die Dauer der Mediennutzung. In welchem Alter wie lange der Fernseher oder das Smartphone eingeschaltet sein dürfen ist jedoch nicht pauschal zu beantworten. Man muss sich als Mutter vor allem überlegen, inwieweit Sohn und/ oder Tochter mit den dargestellten Inhalten umgeht und diese verwerten kann. Auch die Aufmerksamkeitsspanne sollte man nicht aus dem Auge verlieren. Wichtig ist vor allem, dass man als Mutter weiß, wie viel Zeit das Kind auf welchen Plattformen verbringt. An einem Sonntagnachmittag einen Film anzusehen oder abends eine halbe Stunde mit Freunden zu chattet ist schließlich ganz normal und kein Grund, schwer in das Medienverhalten einzugreifen.

Little Post_Kinder und der richtige Umgang mit Technologie Eltern Kind

Insgesamt ist es beim Umgang mit modernen Medien, neuen Technologien und Plattformen wichtig, das Kind bis zu einem gewissen Grad eigene Erkenntnisse sammeln zu lassen. Nur so kann es sich ausprobieren und wertvolle Erfahrungen machen, die den individuellen Charakter und somit auch den zukünftigen Lebensweg prägen. Freiheiten sind also genauso wichtig, wie Grenzen im Bezug auf die Mediennutzung ihres Kindes. Grenzen sollten da gezogen werden, wo das Kind aufgrund fehlenden Einschätzungsvermögens noch nicht vollständig bewerten kann, inwiefern die Anwendung, der Inhalt oder die Situation dem eigenen Alter angemessen ist. Hier tritt natürlich die Funktion der Eltern als Orientierungshilfe in den Vordergrund. Auch wenn es bei einer Begrenzung der Nutzungsdauer oder Inhalte oft Diskussionen mit Tochter und Sohn geben kann, ist es doch wichtig auf sein eigenes Gefühl zu hören.

Little Post_Kinder und der richtige Umgang mit Technologie Junge

Daran schließt sich gleich das nächste Problem. Denn oft entsteht bei Kindern das Gefühl nur dann dazuzugehören, wenn sie genau die gleichen Mobilgeräte besitzen, die gleichen Serien und Filme sehen dürfen und genauso viele Freunde auf sozialen Netzwerken haben, wie die Kinder aus ihrem Umfeld. Wichtig ist es deshalb als Elternteil eine Balance in der Mediennutzung zu finden, mit der sich das Kind seinem sozialen Umfeld zugehörig fühlt, aber trotz allem seinen individuellen Bedürfnissen und Kenntnissen entspricht. Man sollte sich als Mutter also nicht stressen und von anderen Familien und deren Umgang mit neuen Technologien in den eigenen Entscheidungen zum Thema Medienkonsum beeinflussen lassen.

Natürlich ist es auch wichtig, sich über die möglichen Gefahren im Internet oder einer überflüssigen Nutzung von Technologien zu informieren und das eigene Kind darin auch zu unterrichten. Zum einen steigt durch die Verbreitung von Smartphones die Gefahr des Mobbings erheblich an. Der Bereich der möglichen Beleidigungen und des Ärgerns erweitert sich auf das gesamte Leben des betroffenen Kindes. Dieses bleibt meist ohne Rückzugsmöglichkeiten. Eine schnelle und grenzenlose Verbreitung ist ein weiter Punkt, der das Mobbing durch elektronische Geräte so gefährlich macht. In einem solchen Fall ist es also bedeutsam, als Elternteil Unterstützung zu zeigen und das Kind von solchen Aussagen abzuschirmen. Im Gegenzug dem Kind aber auch im Umgang mit modernen Medien zu zeigen, dass es selbst auch nicht mobben sollte.

Das Chatten im Internet erfreut sich großer Beliebtheit bei Menschen aller Altersgruppen. Doch vor allem für junge Kinder ist es noch schwer die potentielle Gefahr des Gegenübers einzuschätzen. Während der Austausch mit Freunden von den Eltern unterstützt werden sollte, ist es wichtig den Überblick über die Kontakte des Kindes in sozialen Netzwerken zu behalten. Deshalb sollte man hier ganz offen mit seinem Kind sein und Interesse an seinen sozialen Beziehungen im Netz zeigen. Auch das gehört für Eltern zum Umgang mit modernen Medien dazu. So können mögliche Gefahren gleich erkannt und vorgebeugt werden.
Weiterhin haben wir als Eltern die große Verantwortung unsere Kinder so zu erziehen, dass sie auch Interessen neben der Mediennutzung und neuen Technologien entwickeln. Sport, sozialer Umgang und kreative Aktivitäten müssen auch außerhalb elektronischer Geräte eine große Rolle im Leben des Kindes spielen. Ein zeitlicher und inhaltlicher Ausgleich zwischen technologischen Neuerungen und ,traditionellen’ Hobbys muss also für jedes Kind etabliert werden, um ein ausgeglichenen Lifestyle zu gewährleisten. Denn niemand sollte sich ausschließlich nur mit technischen Geräten befassen.

Little Post_Kinder und der richtige Umgang mit Technologie Chatten

Dennoch ist es ratsam, wenn Kinder mit dem Umgang modernen Technologien vertraut sind. Ihr gesamtes Leben wird von diesen durchzogen und geprägt, es ist also wesentlich Sohn und Tochter schon früh an technische Geräte heranzuführen und ihnen Zugang zu gewähren. Nur so fällt ihnen der Umgang mit diesen in Schule, Studium und auf dem Arbeitsmarkt leicht. Und dies ist schließlich ein Kriterium, das man als Elternteil definitiv fördern will und soll. Kinder, die mit Technologien aufwachsen, sind heute beinahe intuitiv in der Lage neue Geräte zu bedienen.
Insgesamt ist ein offenes Verhältnis zwischen Eltern, Kind und neuen Technologien der wichtigste Bestandteil eines erfolgreichen Umgangs mit Social Networks und elektronischen Geräten. Gespräche über Gefahren sollten ebenso Bestandteil der Mediennutzung sein, wie der regelmäßige Austausch. Tochter und Sohn ganz von technischen Geräten fern zu halten wird auf Dauer auch keine Lösung darstellen, deshalb sollte man bewusst entscheiden und unterstützen. Alles in Maßen eben.

Ob striktes Verbot oder ausgeglichene Mischung – schreibt mir gerne, wie Ihr den Umgang mit modernen Medien und Technologien überwacht.

Habt einen schönen Tag,
Monika

Monika Engl
„Managerin eines Kleinunternehmens“ trifft es als Berufsbeschreibung ganz gut. Ich bin Monika und organisiere das Familienleben mit meinem Mann und meinen drei Jungs. Wenn dabei morgens alle für die Schule fertig werden müssen oder nachmittags zum Sport und Klavierunterricht aufbrechen, ist manchmal viel Geduld und Toleranz gefragt. Aber auch dann würde ich nicht tauschen wollen.

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4 thoughts on “Der richtige Umgang mit modernen Medien

  1. Wir haben eine ausgegelichene Mischung. Die Kinder haben schon früh den Umgang mit Tablet-PCs gelernt, worüber ich auch schon berichtet habe. Und wir fernsehen kaum, sondern „streamen“ eher. Hier der Vorteil einfach auch, dass man jederzeit auf Pause drücken kann. Denn auch Pause müssen gelernt werden. Aber ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass die Kinder, wenn man ihnen nicht zu viele Regeln auferlegt in Bezug auf die Medien-Nutzung, eher andere Beschäftigungen suche. Ein bisschen nach dem Motto: Verbote machen es gerade interessant. ist es freier zugänglich geht das Interesse schneller verloren. Liebe Grüße, Ella

    1. Liebe Ella,

      vielen Dank für Deine Meinung – ich bin auch Deiner Meinung, dass Kinder eher das Interesse verlieren, wenn es nicht zu viele Verbote gibt. Dann fällt die gedankliche Frage weg „hmm warum darf ich das wohl nicht, vielleicht weil es soviel Spaß macht“. Streaming ist was Filme und Serien angeht wohl das beste, wir sind mittlerweile auch fast ausschließlich darauf umgestiegen. Gerade auch wegen der vielen (verblödenden) Werbung, die auf den öffentlichen Sendern läuft.

      Liebe Grüße zurück,
      Monika

  2. Hallo Monika,

    ich finde es toll, dass du so unaufgeregt darüber schreibst. Ich denke, dass Verbote nichts bringen, und dass der Konsum moderner Medien im richtigen Maße und unter angemessener Aufsicht in jedem Alter sinnvoll ist. Zum Glück müssen wir uns noch lange nicht mit Schattenseiten wie Mobbing und Surfen auf den falschen Websites rumschlagen, aber ich hoffe, dass wir auch dann unseren jetzt zweijährigen Sohn unterstützen können.

    Liebe Grüße,
    Andrea

    PS: Hab mir gleich mal erlaubt, dich zu verlinken. 😉

    1. Liebe Andrea,

      danke sehr, ich finde einen guten Ausgleich einfach wichtig. Bis es dann soweit ist und euer Sohn eigenständig im Internet surfen kann, werdet ihr bestimmt die richtige Umgangsweise für euch entdeckt haben, da bin ich sicher.

      Liebe Grüße und vielen Dank für die Verlinkung ;),
      Monika


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